Neubaumaßnahme Gemeindezentrum Großenbaum

Seit knapp fünf Jahren beschäftigt sich ein eigens gebildeter Ausschuss mit der Zukunft unserer Gemeindestandorte – mit vielen Gesprächen, Ideen und der Frage, wie kirchliches Leben auch in Zukunft lebendig, nachhaltig und einladend gestaltet werden kann. Zusätzlichen Schub bekam dieser Prozess durch den Beschluss der Evangelischen Kirche im Rheinland, bis 2035 alle kirchlich genutzten Gebäude treibhausgasneutral auszurichten.

Im Ergebnis wurde beschlossen, die Zukunft der Gemeinde auf drei Standorte zu konzentrieren: Huckingen, Ungelsheim und Großenbaum. Während Huckingen und Ungelsheim bereits gut aufgestellt sind, entsteht in Großenbaum nun Schritt für Schritt etwas Neues: ein modernes Gemeinde- und Quartierszentrum, das künftig das kirchliche Leben vor Ort bündeln wird.

Auf dieser Seite werden wir in den kommenden Monaten regelmäßig über den aktuellen Stand der Planungen, Hintergründe und die nächsten Schritte informieren. Es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen.

 

Sollte es konkrete Fragen geben, melden Sie sich gerne bei: michael.rethmeier@ekir.de

Thema Neubau - Ihre Fragen und unsere Antworten
21.09.2026

"Antwortabend" am 17. September

Bei unserem "Antwortabend", den die Gemeinde  am 17. September angeboten hat, kamen natürlich auch viele Fragen rund um den Neubau auf. Viele davon drehten sich um die Kinder und den neuen Kindergarten. Und tatsächlich wird es dort viel Neues zu entdecken geben: einen naturnah gestalteten Garten, einen „Marktplatz“ als Treffpunkt, ein eigenes „Restaurant“, in dem die Kinder gemeinsam essen können, und moderne Räume, die ganz neue Möglichkeiten für die pädagogische Arbeit eröffnen.

Doch an diesem Abend kam auch eine ganz wesentliche Frage auf: Was bleibt eigentlich für die älteren Menschen unserer Gemeinde?
Bewährtes bleibt – Neues kommt hinzu. Die klare Antwort lautet zunächst: Alles, was es heute gibt. Alle bisherigen Angebote für Seniorinnen und Senioren sollen auch im neuen Haus ihren Platz finden. 

Obwohl wir die Veranstaltungsfläche gegenüber heute um rund 40 Prozent reduzieren, bedeutet das keine Kürzung des Programms. Durch die flexible Nutzung der neuen Räume bleiben darüber hinaus Möglichkeiten für neue Ideen und Angebote.

Und all das findet künftig in hellen, freundlichen, barrierefreien und lichtdurchfluteten Räumen statt, in denen man sich gerne aufhält.

Doch vielleicht liegt der größte Gewinn an einer ganz anderen Stelle. Ein Haus, für das man keinen Termin braucht Unser Wunsch ist, dass das neue Gemeindehaus viel häufiger ein offenes Haus sein wird.

Heute braucht es für einen Besuch meistens einen Grund: Eine Gruppe trifft sich, eine Veranstaltung beginnt oder man hat einen Termin. Künftig soll Begegnung selbstverständlicher werden.

Wenn die Büros besetzt sind, soll möglichst auch das Haus offen sein. Man kann hereinkommen, sich einen Kaffee zubereiten und einen Moment bleiben. Vielleicht trifft man jemanden, den man lange nicht gesehen hat. Vielleicht entsteht ganz ungeplant ein Gespräch. Oder man sitzt bei schönem Wetter auf der Terrasse und genießt einfach ein wenig Zeit.

Man muss nicht immer einen Termin haben, um in einem Gemeindehaus willkommen zu sein. Genau darin liegt eine große Chance des Neubaus. Kinder, Jugendliche, Eltern, Mitarbeitende, Ehrenamtliche und ältere Menschen kommen an einem Ort zusammen. Nicht jede Begegnung muss organisiert werden. Vielleicht trifft die Seniorengruppe auf Eltern, die ihre Kinder abholen. Vielleicht entsteht auf der Terrasse ein Gespräch zwischen Menschen, die sich sonst nicht begegnet wären. Und vielleicht entwickeln sich daraus irgendwann ganz neue Ideen – vom gemeinsamen Vorlesen bis zum Erzählcafé oder zu Projekten, bei denen Jung und Alt voneinander lernen.

Das neue Gebäude soll solche Begegnungen nicht vorschreiben. Es soll sie möglich machen. Wir bauen weniger Veranstaltungsfläche als heute – aber wir wollen sie besser, flexibler und vor allem häufiger nutzen. Denn Gemeinde entsteht nicht allein durch Räume, Termine und Veranstaltungen. Gemeinde entsteht dort, wo Menschen sich begegnen, miteinander reden, Zeit miteinander verbringen und füreinander da sind.

So soll aus einem neuen Gemeindehaus vor allem eines werden: ein Ort, an dem aus Gemeinde immer wieder Gemeinschaft wird – über Generationen hinweg.

Was ich schon immer fragen wollte
04.09.2026Großenbaum

Antwortabend am 17. September im Gemeindehaus in Großenbaum

In unserer Kirchengemeinde bewegt sich momentan sehr viel: Die Planungen zum Neubau in Großenbaum schreiten voran, eine halbe Pfarrstelle wird ausgeschrieben, der Standort Rahm wird mittelfristig geschlossen, es gibt einen neuen Jugendmitarbeiter, die russischsprachige Gemeindegruppe findet eine neue Heimat in Huckingen…

Manchmal möchte man mehr darüber wissen, was in der Gemeinde so vor sich geht. Damit das für Sie möglich wird, laden wir herzlich zu einem Treffen in gemütlicher Runde am Donnerstag, dem 17. September 2026 von 19.00-20.30 Uhr ein.

Wir wollen im Gemeindehaus Großenbaum mit Ihnen ins Gespräch kommen. An diesem Abend stellen wir Ihnen den geplanten Neubau des Gemeindezentrums vor und stellen uns ihren Fragen, die Sie in Bezug auf die Versöhnungsgemeinde immer schon einmal beantwortet haben wollten. Kommen Sie doch einfach vorbei! Wir freuen uns auf Sie!

Aus weniger wird mehr
26.05.2026Großenbaum

Wie das neue Quartierszentrum Räume neu denkt

Im Rahmen der Analyse für den Standort Großenbaum wurde deutlich: Für die Zukunft braucht es vor allem Räume, die flexibler und vielseitiger genutzt werden können.

Betrachtet man das Gemeindehaus in Rahm, das Gemeindehaus in Großenbaum und das Jugendzentrum gemeinsam, gibt es zwar viele Räume – diese sind jedoch häufig klein, nicht barrierefrei oder nur wenig ausgelastet. Die Analyse zeigte: Die derzeitige Raumauslastung liegt bei nur rund 40 Prozent.

Die Konsequenz daraus: bessere Nutzung bei gleichzeitig weniger Fläche. Im Mittelpunkt der neuen Planung stehen deshalb flexible Mehrzweckräume mit variablen Wänden und modernem Schallschutz, sodass unterschiedliche Angebote parallel stattfinden können. Gleichzeitig wird die Gesamtfläche gegenüber den bisherigen Gebäuden um mehr als 40 Prozent reduziert.

Und genau darin liegt die eigentliche Stärke des neuen Quartierszentrums: Aus weniger Fläche entstehen mehr Möglichkeiten. Mehr Begegnung, weil künftig vieles unter einem Dach stattfindet. Das Gemeindebüro, das Büro des BBZ und zukünftig auch das Pfarrbüro mit einem Pfarrer vor Ort werden Teil des neuen Quartierszentrums sein. Mehr Offenheit durch helle, transparente und einladende Räume, offene Küchen und eine großzügige Terrasse. Mehr Flexibilität, weil unterschiedlichste Nutzungen parallel möglich werden. Mehr Gemeinschaft durch neue Begegnungsflächen und einen Garten, der gemeinsam mit dem Kindergarten gestaltet wird. Mehr Modernität und Nachhaltigkeit durch ein zeitgemäßes, CO₂-reduziertes Gebäude.

So ersetzt das neue Quartierszentrum mehrere ältere Gebäude durch einen modernen, lichtdurchfluteten Ort der Begegnung – offen, flexibel und zukunftsorientiert für die Menschen im Stadtteil.

Zukunftsstandort Großenbaum nimmt Form an
18.05.2026Großenbaum

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich ein eigens gebildeter Ausschuss mit der Zukunft unserer Gemeindestandorte. Nach ersten Beratungen gemeinsam mit der Landeskirche, Fachplanern, Gemeindemitgliedern und dem Verwaltungsamt nahm das Projekt Schritt für Schritt konkrete Formen an.

Im Jahr 2023 wurde für den Standort Großenbaum eine umfangreiche Machbarkeitsstudie durch das Projektplanungsbüro WOLF R. SCHLÜNZ PROJEKTE GmbH & Co. KG erstellt. Dabei wurden unterschiedlichste Szenarien untersucht – vom Erhalt und Umbau der bestehenden Gebäude über Teilabbrisse bis hin zu möglichen kompletten Neubauten. Parallel dazu wurden im Rahmen der zukünftigen Ausrichtung der Gemeinde bereits erste strukturelle Entscheidungen getroffen. So wurde unter anderem ein Wohnhaus in Großenbaum verkauft, das inzwischen im Besitz des Kirchenkreises ist.

2024 folgte die Auswertung verschiedener Entwürfe und Vorstellungen mehrerer Architekturbüros. Nach diesem Prozess entschied sich die Gemeinde für eine Zusammenarbeit mit Maier + D’Agostino Architekten. Seit Ende 2024 wird nun gemeinsam an der konkreten Planung gearbeitet.

Inzwischen ist daraus Schritt für Schritt ein Zukunftskonzept für den Standort Großenbaum entstanden. Geplant ist ein neues Gemeinde- und Quartierszentrum, das künftig an der Stelle des heutigen Jugendzentrums entstehen soll. Direkt angeschlossen wird außerdem die Erweiterung der bisherigen zweigruppigen KiTa auf künftig vier Gruppen.

Mehr zum Thema Klimagerechtigkeit in diesem Zusammenhang finden Sie hier.