Da es zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis kam, gab es im Juli eine weitere Ausschreibung der Stelle. Aus dem Kreis der Bewerberinnen und Bewerber wählte der Pfarrwahlausschuss zwei Pfarrpersonen aus, beide haben sich dem Presbyterium und dem Pfarrwahlausschuss vorgestellt, eine Probepredigt gehalten und Fragen aus der Gemeinde beantwortet.

Eine Bewerbung wurde wegen der Entfernung zum Wohnort kurzfristig zurückgezogen. In einer Sondersitzung am 16. September hat das Presbyterium dann über die verbliebene Bewerbung beraten. Dabei wurde deutlich, dass es keine einmütige Willensbildung in dieser wichtigen Entscheidungsfrage gibt, sodass die Pfarrstelle auf diesem Wege nicht besetzt werden konnte.

In dieser Situation hat sich Jugendpastorin Ulrike Kobbe bereit erklärt, sich als Pfarrerin für die vakante Pfarrstelle zu bewerben. Dies wurde in der Sondersitzung intensiv diskutiert und dann einhellig begrüßt. Wir freuen uns sehr, dass Ulrike Kobbe hier zum Wohl unserer Gemeinde bereit ist, unser Pfarrteam als reguläre Pfarrerin zu stärken.

Wie jetzt weiter zu verfahren ist, wird mit der Landeskirche geklärt. Im Ergebnis ist deutlich, dass auf diesem Weg wieder alle drei Pfarrstellen besetzen werden können. Ziel ist nun, die dann freie Stelle der Jugendpastorin neu zu besetzen und z.B. eine Gemeindepädagogin oder einen Diakon für diese Aufgabe zu finden.

Ein weiteres großes Thema war die Neubauplanung in Großenbaum, die Pfarrer Ernst Schmidt erläuterte.
Grundlage der Maßnahme ist der Beschluss des Presbyteriums, auf Zukunft hin die gemeindliche Arbeit auf drei Standorte zu konzentrieren. Dabei soll neben der überall stattfindenden „normalen“ Gemeindearbeit ein kultureller Schwerpunkt im Gemeindezentrum Ungelsheim liegen. Im Gemeindezentrum Huckingen soll insbesondere die Jugend- und Familienarbeit verortet sein und in Großenbaum vor allem die Kirchenmusik ihr Zuhause haben. Zum anderen hat die Gemeinde die Vorgabe der Landeskirche, dass alle gemeindlichen Gebäude bis 2035 klimaneutral sein müssen. 
Die Standorte in Ungelsheim und Huckingen wurden in den vergangenen Jahren renoviert und energetisch ertüchtigt. In Großenbaum muss das noch geschehen, damit der Standort dort nicht mittelfristig aufgegeben werden muss. Mit Unterstützung des landeskirchlichen Bauamtes und der Firma Schlünz Projekte entwickelte ein vom Presbyterium eingesetzter Ausschuss ein neues Konzept für den Standort Großenbaum. Das Presbyterium hat im Herbst letzten Jahres beschlossen, ein neues Gemeindehaus zu bauen und im Zuge des Neubaus auch die Kindertageseinrichtung von zwei auf vier Gruppen zu erweitern. Entstehen soll ein stadtteilprägendes gemeindliches Quartierszentrum. Kindergartenarbeit, Familienzentrum, BBZ (Begegnungs- und Beratungszentrum), Stadtteilarbeit und kirchengemeindliche Arbeit mit kirchenmusikalischem Schwerpunkt sollen zukünftig, noch stärker miteinander verzahnt, an diesem Ort stattfinden. Das Architekturbüro Maier Architekten aus Köln setzte diese Idee des „Gemeindehauses“ planerisch um.

Einen ausführlichen Bericht zur Gemeindeversammlung finden Sie auch im nächsten Gemeindebrief "EinBlicke".